Angefangen hat es nicht mit einem Plan, sondern mit Restbestand. Von einem anderen Projekt waren noch ein paar ESP32-Boards übrig, dazu ein kleines IoT-Lernkit mit Servo, LED, Taster und einem LCD-Display. Irgendwann kam die Frage: Was wäre, wenn man unseren Hühnern über das Internet zuschauen und sie per Klick füttern könnte?
Die Idee dahinter ist einfach: Eine Kamera zeigt das Gehege live. Auf der Seite gibt es einen Knopf. Wer drückt, lässt im Gehege wirklich Korn fallen, und sieht im Bild, wie die Hennen angerannt kommen. Kein Spiel, keine Simulation, sondern echtes Futter.
Der erste Wurf
Am 6. Juli 2026 lag der erste Stand im Code: eine Webseite mit Livebild und Fütter-Knopf, ein kleiner Server, der die Klicks entgegennimmt, und die Firmware für den ESP32, der am Ende den Servo bewegt. Alles in einem Projekt, damit sich nichts verläuft.
Zwei Dinge waren von Anfang an gesetzt:
- Alle Regeln laufen auf dem Server: Wie oft am Tag gefüttert wird, wie lange die Pause zwischen zwei Fütterungen ist, wann die Kamera läuft. Der ESP32 selbst entscheidet nichts, er führt nur aus.
- Der ESP32 verbindet sich nur nach außen. Es gibt keinen offenen Port im Hühnerhaus und keine Weiterleitung im Router. Das Gerät meldet sich beim Server, nicht umgekehrt.
Dazu kam ein Demo-Modus, mit dem die ganze Seite auch ohne Hardware läuft. Der Futterautomat wird dann nur simuliert. Das hat die Entwicklung enorm beschleunigt, weil ich nicht für jede Änderung ein Gerät auf dem Schreibtisch brauchte.
Was danach kam
In den ersten Tagen entstanden schon die Grundzüge von vielem, was heute auf der Seite ist: ein Tageslimit pro Besucher, der Spenden-Topf, eine Ehrentafel für Unterstützer, der Captcha-Schutz vor Bots. Vieles davon wurde später mehrfach umgebaut. Aber die Richtung stand nach der ersten Woche fest.