Die eigene Webseite ist das Zuhause der Cam. Aber viele Leute schauen lieber da, wo sie sowieso sind. Seit Ende September läuft der Stream deshalb auch auf Twitch, seit Anfang Oktober dazu auf YouTube und Kick.
Einmal umrechnen, dreimal senden
Die Plattformen wollen 16:9 und am liebsten 1080p. Die Kamera liefert 4:3. Also schneidet der Server das Bild zu und rechnet es um, genau einmal. Dieses eine Ergebnis landet in einem internen Kanal, und von dort gehen drei schlanke Weiterleitungen zu den Plattformen, ohne noch einmal zu rechnen. Das Umrechnen kostet etwa einen Prozessorkern, jede Weiterleitung fast nichts.
Nachts und bei Ausfall
Twitch und Kick mögen keine Sendungen, die jeden Abend abbrechen. Darum läuft die Sendung durch:
- Nachts, wenn die Hennen im Stall sind, liegt eine Karte unten links im Bild: „Die Hühner schlafen im Stall“, mit der Adresse der Seite. Der Wechsel passiert ohne Abbruch, die Karte wird einfach ein- und ausgeblendet.
- Fällt die Kamera aus, zeigt die Sendung ein Pausenbild statt eines schwarzen Bildschirms. Das Pausenbild ist ein vorgerechneter kurzer Clip in Schleife, der fast keine Rechenzeit kostet.
- Der Ton ist eine stille Spur. Die Kamera hört zwar, aber das bleibt im Haus.
Kleine Fallen
- Kick nimmt den Stream nur über einen bestimmten Port und Pfad an, den man nirgends prominent findet.
- Die Kamera schickt Zeitstempel, die manchmal rückwärts springen. Ohne einen kleinen Ausgleich dafür stottert der Ton, auch wenn er still ist.
- Jeder Fehler der Weiterleitung schreibt die Zieladresse samt Schlüssel ins Protokoll. Das wird seitdem geschwärzt, bevor es irgendwo landet.
Auf allen Plattformen heißt die Cam übrigens peckandclick, die englische Fassung der Seite läuft unter peckandclick.com. Die Hühner sind zweisprachig.